• Präse

Das Wort zum Aschermittwoch von Katja Gebert


Es war einmal a ganz besonderes Jahr,

im narrennescht zu Boschascha.

Schantle, Hansel und Narro's zugleich,

wurden vor Schreck gar kreidebleich.

Statt dem Grafen Bocho, dem edlen Mann,

ein Virus namens Corona die Herrschaft im Flecka übernahm.

Und man vernahm die traurige Kunde,

verbota waret Bälle und Schunkelrunde.

Geboten waren Hygiene und Abstand nun,

nicht mehr gestattet das geliebte Brauchtum.

Koa Fähnle war d'Bruck na jetzt zu seha,

wo sonscht die rot-weiße Wimpel wehat,

Dem Burgfräulein lag's schwer im Maga,

wie soll sie's ihre Zuttla saga??

Dass wo sonscht dia Lompamenscher omtreibet,

sich des Johr bloß älle verdattert die Auga reibet.

Dia Bennerrössle hend unruhig gscharret,

und au dia Treiber waret narret.

Furchtbar still der Fasnetssontag war,

s'war schlimm für d'narra ond s'Baurapaar.

Der Narrasoma hot bittere Träna vergossa,

nur in de Stuba isch leise da Narramarsch gloffa.

Au d'Altweiberfasnet war ruhig und fad,

koa Seniorenfasnet- war des schad.

2021 war Narra ond Zuttla viel zugemutet,

des Herz hot au de Gardemädle ond Elfer do blutet.

Doch wie Märchen enden isch wohl jedem klar,

wenn sie nicht gestorben sind feiern sie doppelt im nächsten Jahr!!


Vielen Danke Katja



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